Sonntag, 22. Oktober 2017

Mein Sonntagsglück – schnelle Apfelkücherl

Seitdem ich mich glutenfrei ernähren muss, sind einige Dinge von meinem Speiseplan verschwunden. Einfach, weil ich sie in der veränderten Form nicht richtig hinbekommen habe, weil mir Geschmack oder Konsistenz nicht zugesagt haben, oder aber, wie in diesem Fall, weil ich das Gericht eigentlich niemals selbst zubereitet hatte.
gluten free Apple Fritters, the perfect treat for fall
Apfelkücherl sind ein ganz typischer Nachtisch hier in Bayern, der in vielen Restaurants auf der Dessertkarte steht und den ich daher nicht selbst gemacht habe. Bis dann das Gluten mein Leben verlassen hat.

Nun bin ich gar nicht so ein Fan von Fettgebackenem, Apfelkücherl bilden da aber die ganz große Ausnahme. Besonders jetzt im Herbst liebe ich Äpfel in allen nur erdenklichen Varianten zubereitet und so bin ich zurückgekehrt zum lang nicht genossenen Dessert.
Apple Fritters for those cozy days of fall - and they're gluten free, too!
Einen glutenfreien Ausbackteig zu basteln ist mir zunächst nicht leicht gefallen, bis mir dann wieder einfiel, das einfach meist am Besten ist – so auch in diesem Fall. Gar nicht lange nachgedacht, die Zutaten einfach verquirlt und das Ergebnis wurde perfekt.

Nun wäre ich nicht ich selbst, wenn ich nicht eine kleine ungewöhnliche Zutat ins Rezept geschmuggelt hätte. Für eine überraschende Note sorgt bei meinen Apfelkücherln hochwertiges, sehr fruchtiges Olivenöl, das Du in den fertigen Küchlein gar nicht besonders herausschmeckst, das aber für eine spannende Abrundung in Sachen Geschmack sorgt.

Jetzt aber...ab in die Küche!
fluffy, gluten free Apple Fritters for those who need a break from everything-pumpkin
Apfelkücherl (glutenfrei, oder auch nicht)

Du brauchst für etwa 12 Stück

1 Ei, Gr. L
75g Mehl, bei Bedarf glutenfrei (ich hatte Farine von Schär)
1 TL (Weinstein)Backpulver, glutenfrei wenn nötig
1 EL fruchtiges Olivenöl
100ml Flüssigkeit (bei mir Milch und Mineralwasser 1:1)
¼ TL Vanille, gemahlen

2 mittelgroße, aromatische Äpfel (bei mir: Boskoop)

evtl. Puderzucker zum Bestreuen

Die Zutaten für den Zeit verquirlst Du mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse (pass auf Teigklümpchen auf), die dann 30 Minuten quellen sollte.

Die Äpfel werden geputzt und geschält, entkernt und dann in gleichmäßige Ringe geschnitten.
TIPP: Das Rezept funktioniert alternativ hervorragend auch mit Apfelspalten.

Die Apfelringe durch den Teig ziehen, kurz abtropfen lassen und dann in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze in etwa 6-8 Minuten goldbraun braten. Als Fett habe ich sehr wenig Butterschmalz genommen, das reicht völlig.
Achte darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, sonst werden die Äpfel im Inneren der Küchlein nicht gar.

Kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann – genießen!
the most delicious gluten free Apple Fritters, light and oh-so good!
Sollten Dir die Küchlein zu wenig süß sein, kommt zum Servieren einfach etwas Puderzucker zum Einsatz. Ich habe ihn nicht gebraucht, aber Geschmäcker sind ja – zum Glück! – verschieden.

Wichtig sind die verwendeten Äpfel, die möglichst aromatisch und eher säuerlich sein wollten. Alte Sorten wie der Boskoop eignen sich hervorragend, aber auch Berlepsch, Rubinette oder der Glockenapfel sind eine tolle Wahl. Letztlich weißt Du selbst sowieso am besten, was Du gern magst.

A propos mögen...kannst Du Dich so gar nicht mit Olivenöl anfreunden, kann diese Zutat auch einfach durch neutrales Öl, Butter oder Margarine ersetzt werden. Nur der Vollständigkeit halber :-).

Den Ausbackteig kannst Du für alles mögliche verwenden und munter abwandeln. Ob für andere Obstsorten oder Brokkoliröschen beim weihnachtlichen Fondue, ob süß also oder herzhaft, das klappt. Unterstreichen kannst Du das mit allem, was Dir an Kräutern und Gewürzen einfällt, mein Rezept ist die perfekte Basis für Küchenexperimente aller Art.
Einen riesigen Unterschied macht auch die im Teig verwendete Flüssigkeit.
Wie wäre es mit (glutenfreiem) Bier für eine herzhafte Variante oder aber mit Weißwein für Holunderblütenküchlein?

Wie immer gilt: Mach einfach draus, was Dir schmeckt!
Apple Fritters for those grey days in fall - delicious and gluten free
Da mich die Wiederentdeckung des Apfelkücherls sehr glücklich gemacht hat, teile ich diesen Beitrag bei Katrins #sonntagsglück, einer wöchentlichen Sammlung an Sachen, die glücklich machen. Schau unbedingt vorbei, es lohnt sich immer!

Liebst,
Sabine, die schon weiß, was es heute zum Nachtisch gibt...

Freitag, 20. Oktober 2017

Freitagsfunde {176}

Huch, da ist die Woche schon rum!

In den letzten Tagen war es hier wieder einmal so sehr still, was schlicht daran lag, dass ich ein paar Tage zuhause im Rheinland verbracht habe mit einem wilden Kindergeburtstag, einem sehr netten, wenn auch zu kurzen Kaffeedate und so einigem Anderen.

Zurück in München dürfen aber zumindest die Freitagsfunde nicht fehlen und wer weiß, vielleicht habe ich ja am Sonntag noch ein herrlich herbstliches Rezept für Dich? Wir werden sehen...

Zunächst aber kommen hier die Freitagsfunde, meine willkürliche Mischung an Funden aus dem WWW, die ich selbst nicht vergessen mag und deshalb nur allzu gerne mit Dir teile.


Einen lesenswerten Artikel über den ganz normalen Alltagssemitismus in Deutschland hat einer geschrieben, der es wissen muss: Levi, den ich persönlich kenne und daher nur allzu gut weiß, dass seine unglaublichen Geschichten leider nur sehr real sind. HIER geht’s zum Text.

Eine ganz spannende Idee habe ich HIER gefunden: Kürbis-Körperbutter, die für meine chronisch trockene Haut sicherlich eine Wohltat ist. Das wird ausprobiert.

Ein Frontalangriff auf jedes Herbstgrau ist diese Idee HIER, Kürbisse zu färben. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob mir die Sauerei dieser Farbschlacht antun mag, aber das Ergebnis ist der Knaller!

Eine so einfache wie geniale Idee für selbst gestaltete Bilderrahmen hatte Bine HIER. Vielleicht ja auch schon eine Idee für Oma, Opa, Tante, Onkel zu Weihnachten?

Wärst Du auf die Idee gekommen, Kürbis mit Blumenkohl zu füllen? Ich auch nicht, das Ergebnis sieht aber zu gut aus, um es nicht mit Dir zu teilen. Bekomm keinen Schreck, das Rezept HIER ist auf Dänisch veröffentlicht, mit ein wenig Sprachgefühl verstehst Du aber das Wesentliche.

Und das war es auch schon wieder.

Dieses Wochenende freue ich mich auf Zeit mit dem Lieblingsmenschen, die in der letzten Woche doch arg kurz kam, auf gekürzte to-Dos und neue Ideen, auf letzte Sonnenstrahlen und einen Sonntag zum Einkuscheln und auf alles, was da noch auf mich wartet.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Freitag, 13. Oktober 2017

Freitagsfunde {175}

Ja, letzte Woche gab es keine Freitagsfunde, umso mehr freue ich mich, diese Woche wieder mit Dir teilen zu können, was ich in den letzten Tagen im WWW entdeckt habe.

Zunächst aber das Wichtigste – hattest Du eine schöne Woche? Mit bunten Blättern, etwas Sonnenschein und der Aussicht auf ein Knaller-Wochenende? Ich hoffe es sehr!

Bevor wir jetzt ins die versprochenen Sonnentage starten, kommt nun noch fix meine kleine Linksammlung.

Über eine besonders schöne Variante eines Türkranzes bin ich HIER gestolpert. Ich mag die Idee sehr, besonders die kleinen Lichtpunkte sehen an trüben Herbsttagen sicherlich bezaubernd aus.

Mein Neffe ist großer Fußballfan, dieser selbst gemacht Schreibtisch HIER ist wie für ihn gemacht – vielleicht kennst Du ja auch einen kleinen-großen Fußballverrückten?

Spaghettikürbis mag ich total gerne, diese Variante HIER kommt herrlich leicht daher und bringt trotzdem eine große Ladung Geschmack auf den Teller. I like.

Rebecca hat ein Buch herausgebracht und wenn es nur halb so liebevoll gestaltet ist, wie ihr Blog, dann ist es ein Kracher! HIER gibt sie erste Einblicke und bis Sonntag können Du und ich noch beim Gewinnspiel mitmachen und ein Buch gewinnen.

Einen großartigen Post über Fotografie und wie Du ganz leicht bessere Bilder machen kannst, hat Nadine HIER veröffentlicht. Unbedingt lesen!

Und das war es auch schon wieder.
Dieses Wochenende freue ich mich auf Familienzeit, die leider ohne den Lieblingsmenschen stattfindet, auf einen wilden Kindergeburtstag und verrückte Tantentage, auf warme Sonnenstrahlen und Sommersprossen an Milchkaffee.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober – Übungseifer und Planungsliebe

Es ist wieder soweit, heute ist der 12. und das heißt, ich nehme Dich mit durch meinen schnöden Alltag.

Der Wetterbericht versprach heute mehr, als er dann tatsächlich halten konnte (denn der Nachmittag war sehr sonnenfaul),
immerhin bin ich sehr sonnig in den Tag gestartet.
Und mit Amazon, bzw. deren Kundenservice, denn ich versuche nun schon seit 2 Wochen, eine etwas bequemere Krücke zu bestellen. Also 2 Krücken, sinnvollerweise. Nur, dass nun schon 2x je 1 geliefert wurde...also wieder eine Retoure für morgen...
Ich mag es, wenn schon mein Tee am Morgen Fragen stellt. Also, was hast Du Abenteuerliches gemacht?
Nach dem Frühstück mit schönster Herbstdeko habe ich mich völlig unspektakulär um Haushaltsdinge gekümmert und sehr fleißig mit dem Bein geübt. Tatsächlich SO fleißig, dass ich meine Nachmittagsübungseinheit auch gleich mit absolviert habe und schon vor 14 Uhr ein wichtiges Tagestrainingsziel erreicht habe.
Auf das gute Gefühl gab es erst einmal einen Kaffee und einen Bürgerentscheid, in den ich mich eingelesen habe. Schwierig, wenn beide Seiten vernünftige Argumente bringen, damit muss ich mich noch etwas beschäftigen.
Einen Geistesblitz für den Adventszeit hier auf dem Blog hatte ich auch und habe schon ein bisschen mit einer ersten Planung begonnen
und mich außerdem an erste Weihnachtskartenentwürfe gewagt. In diesem Jahr habe ich den wahnwitzigen Plan, alle unsere 60+ Karten selbst zu gestalten und kalligraphieren, da kann ein bisschen Vorausdenken nicht schaden. Ich bin selbst gespannt, wie viele Karten ich am Ende schaffe!
Meinen Husten bin ich noch immer nicht so richtig los geworden und da es dem Lieblingsmenschen ähnlich geht, sind Hustenbonbons momentan unsere treuen Begeleiter.
Am fortgeschrittenen Nachmittag habe ich ein neues Blogrezept auf die Zielgerade gebracht und geshootet, es gibt demnächst Apfelkücherl, die Du auch gerne Beignets nennen kannst – so lecker!
Dann noch eine Tasse Tee und ein Telefonat mit meiner Mutter,
bevor ich mit einem letzten Blick auf die Sonne, die sich dann doch noch herausgetraut hat, mit dem abendlichen Kochen angefangen habe. Und mit diesem Blogpost, Du merkst es.
Der Lieblingsmensch und ich, wir werden jetzt noch essen und danach vielleicht einen abendlichen Übungsspaziergang machen und das war er dann auch schon wieder, mein 12. in 12 Bildern.
Weitere Alltagseinblicke findest Du bei Caro von Draußen nur Kännchen, ich stöbere später auch noch ein wenig.

Hattest Du einen schönen Tag?

Liebst,
Sabine

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wir kochen zusammen: Kushari, Soulfood deluxe

Das erst Mal habe ich Kushari zusammen mit einer lieben Freundin gegessen, wir waren gerade erst in Kairo gelandet, ein Bekannter holte uns am Flughafen ab und wir fuhren sofort zum Khan al-Khalili, diesem riesigen Markt im Herzen der Stadt. Zwei Tage später sollten die Amerikaner in den Irak einmarschieren und meine Freundin und ich mit 5 quietschbunt gefärbten Küken und den Kadetten einer Militärakademie im Zug nach Alexandria fahren, aber das ist eine andere Geschichte...
Koshary, a delicious dish from Egypt
Wir sind gleich nach der Ankunft im Khan al-Khalili in einer Garküche gelandet, der Boden dick mit Sägespänen ausgelegt, pro Tisch wurde genau ein Löffel gedeckt und durften Kushari zum ersten Mal probieren.
Und waren hin und weg.

Kushari, nach amerikanischer Translation Koshary, ist das ähyptische Soulfood schlechthin und Nahrung für Millionen, gerade arme Ägypter. Die Grundidee ist denkbar einfach: Du kombinierst Kohlenhydrate mit Kohlenhydraten, dazu noch ein paar Kohlenhydrate, etwas Tomatensause und knusprig-braune Zwiebelringe – fertig!
gluten free Koshary, perfect Egyptian soulfood
Die Kombination an Zutaten wirkt auf den ersten Blick seltsam, aber nur, bis Du den ersten Bissen probiert hast. Dann wirst Du diesem ganz eigenen Fastfood verfallen, da bin ich mir sicher!

Bestellst Du Kushari in Ägypten wirst Du einen Mann hinter einem Berg von Töpfen sehen, der in atemberaubender Geschwindigkeit Reis, Linsen, kurze Nudeln, Kichererbsen und Tomatensauce auf Deinen Teller schaufelt und diesen Berg schließlich mit einer großzügigen Portion Zwiebelringen garniert.
Koshary, an Egyptian classic that is oh-so delicious (and easy to make!)
Je nach Rezept – und natürlich hat jeder sein ganz eigenes – kommt noch Knoblauchsauce dazu, da ich die aber 1. nicht so gerne mag und sie 2. nicht Bestandteil meines ersten Kusharis war, habe ich sie weggelassen.

Für die Zubereitung solltest Du ein wenig Zeit und viele Töpfe einplanen, dafür aber sind die einzelnen Komponenten denkbar einfach gemacht.
Wie schön!

Für die Tomatensauce brauchen wir Baharat, eine typische Gewürzmischung. Hier ist meine Version:
ingredients for Egyptian Koshary
Baharat

½ Nelke, frisch gemörsert oder gemahlen
2 TL Pfeffer, frisch gerieben (am besten schwarzer Pfeffer)
1 ½ TL Paprikapulver (mild oder scharf bleibt Dir überlassen, ich wähle mild)
1 ½ TL Koriander, frisch gemörsert oder gemahlen
2 TL Kreuzkümmel, frisch gemörsert oder gemahlen
½ TL Zimt
¼ TL Muskat, frisch gerieben
5 Kardamomkapseln, die Kerne frisch gemörsert (oder ¼ TL gemahlener Kardamom)

Die Gewürze werden sorgfältig vermischt und bleiben dann bis Du sie brauchst in einem gut verschlossenen Glas, das am besten dunkel ist.

Jetzt machen wir uns aber ans

Kushari (glutenfrei, oder auch nicht)

Du brauchst für 2 Personen

75g Berglinsen
1 kleine Knoblauchzehe
1 kleines Lorbeerblatt
¼ TL Kreuzkümmel

½ Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 TL Baharat (s.o.)
1 Dose Tomaten, stückig
1 TL Chiliessig (alternativ ¼ TL Chiliflocken und 1 TL weißer Balsamico)
Salz
Pfeffer

100g Langkornreis

1 große Zwiebel

50g kurze Nudeln (ich hatte Tortiglioni und habe sie gekocht zerkleinert)

50-75g Kichererbsen (aus dem Glas)

Ja, die Liste liest sich lang, aber das geht alles ganz einfach, versprochen.

Zunächst werden die Linsen abgewaschen und dann mit der doppelten Menge Wasser, einer halbierten Knoblauchzehe, dem Lorbeerblatt und Kreuzkümmel aufgekocht. Bei mittlerer Hitze in etwa 30 Minuten gar kochen, bei Bedarf überflüssiges Wasser abgießen, Knoblauch und Lorbeerblatt entfernen.

TIPP: Ich nehme zum Abmessen für Linsen, Reis & Co. Espressotassen. Auf eine Tasse Linsen/Reis etc. kommen 2 Tassen Wasser. Für dieses Rezept habe ich ¾ Espressotasse Linsen abgemessen, dementsprechend 1 ½ Tassen Wasser verwendet.

Kümmern wir uns um die Tomatensauce.
Dazu wird ½ Zwiebel in Würfel geschnitten und in wenig Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig angebraten. Eine halbierte Knoblauchzehe wird für 2 Minuten mit gebraten, dann kommt das Baharat dazu und wird für 1-2 Minuten angebraten, bis Deine Küche anfängt, himmlisch zu duften.
Die stückigen Tomaten kommen dazu, dann kommt der Essig zum Einsatz. Die Sauce soll eine scharfe und eine dezent säuerliche Note bekommen, daher habe ich gleich Chiliessig verwendet. Hast Du so etwas nicht im Haus, kein Problem, Du kannst problemlos auch einfach Chiliflocken und weißen Balsamico (oder Weißweinessig) verwenden.
So oder so, die Tomatensauce sollte nun 15-20 Minuten einkochen und wird zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und der Knoblauch wird herausgefischt.

Kommen wir zum Reis... In einem kleinen Topf wird er in wenig Olivenöl 1-2 Minuten angebraten, dann mit der doppelten Menge Wasser abgelöscht. Ohne umzurühren lässt Du das Wasser verkochen, drehst die Herdplatte aus, deckst den Topf ab und lässt den Reis in 10-15 Minuten gar quellen.

Für die Nudeln werden klassischerweise kurze, gebrochene Makkaroni verwendet, die es aber in einer glutenfreien Version nicht gibt. Ich habe Tortiglioni verwendet, die ich nach dem Kochen einfach halbiert habe, eine vielleicht überflüssige Mehrarbeit, aber ich wollte dem Kushari-Original so nah wie möglich kommen.

Fehlt nur noch eine Zutat, die Arbeit macht.
Eine große Zwiebel wird geputzt und dann in feine Ringe geschnitten. In ordentlich Olivenöl werden die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze knusprig-braun gebraten. Vor dem Servieren auf Küchenkrepp abtropfen lassen, dann wird’s nicht so fettig.

Die vorgegarten Kichererbsen werden einfach abgespült und dürfen abtropfen, bis es ans Essen geht.

Puh, das war ein Ritt, aber jetzt haben wir’s.

Reis, Linsen und Nudeln bilden die Basis Deines Kushari-Tellers, darauf kommen die Kichererbsen und Tomatensauce, gekrönt wird alles von den Zwiebelringen – und fertig bist Du!
gluten free version of Egyptian Koshary
Die verschiedenen Konsistenzen von Reis, Linsen, Nudeln und Kichererbsen harmonieren überraschend gut, die Tomatensauce verbindet alles und die knusprigen Zwiebeln sorgen für einen schönen Crunch und bringen noch mehr Würze in jeden Bissen. Hach!

Kushari kannst Du für Dich allein oder aber eine ganze Meute zubereiten, einfach die Mengen der einzelnen Komponenten erhöhen oder verringern. Apropos Komponenten...egal, wo Du in Ägypten Kushari isst, es wird immer ein wenig anders schmecken und in den Proportionen der einzelnen Zutaten schwanken. Mir persönlich schmeckt Kushari wie angegeben am besten, aber das kann ja bei Dir ganz anders aussehen. Du liebst Kichererbsen, bist aber kein Fan von Linsen? Nimm mehr von der einen Zutat und weniger von der anderen. Spiel mit den Komponenten, bis Du Dein perfektes Kushari beisammen hast!
gluten free Koshary, one of the best Middle Eastern dishes!
Weil dieses Rezept nicht ohne Reis auskommt, heute der 10. ist und Ina ab heute nach Rice, Rice, Baby fragt, ist Kushari mein diesmonatiger Beitrag für #letscooktogether.

Welches Gericht wärmt Deine Seele an grauen Herbsttagen?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Goodbye & Hello – September & Oktober

Der Oktober ist nun auch schon wieder 5 Tage alt, aber mein September war dann doch zu schön, um nicht noch einmal mit Dir zurück zu blicken.
Wenn Du magst, schnapp Dir eine Tasse Tee oder einen Kaffee und komm mit mir mit in meinen September...

Im Leben 1.0 waren der Lieblingsmensch und ich im Urlaub, der zwar fürchterlich verregnet und für meinen Geschmack entschieden zu kalt, aber trotzdem sehr erholsam war – von der dicken Erkältung, die wir beide hatten, einmal ganz abgesehen. So waren wir zum Augustende zu einer wichtigen Einschulung kurz im Rheinland, dann zum Monatsstart in Noordholland an der See und zum Septemberende in Wien. Perfekt für meine Reiselust, aber leider immer noch sehr anstrengend für mich, so dass ich es im Oktober ruhiger angehen lasse.

Auf dem Blog war es auch ein wenig stiller, was gar nicht mal am Urlaub, sondern hauptsächlich am Kranksein lag.
Trotzdem habe ich zwei köstliche Rezepte mit Dir geteilt, es gab vegetarische Frikadellen HIER
gluten free, vegan 'Meat' Balls, easy to make and oh-so good!
und himmlische Rote-Bete-Pierogi HIER, die ich Dir sehr empfehlen kann.
gluten free Pierogi, filled with Red Beet - for those days that call for soul food
Im Oktober kommen dann mehr Rezepte, versprochen.

Am 12. habe ich Dich HIER mit durch meinen Urlaubsabreisetag genommen
Collage von Bildern, die am 12. jedes Monats den Tag dokumentieren, Teil 1
und es gab zur Schlechtwetterentschädigung noch etwas blauen Himmel und Nordseefrische.
Collage von Bildern, die am 12. jedes Monats den Tag dokumentieren, Teil 2

Freitags sind wir auf der Suche nach schönsten Funden durchs WWW gestreift
stormy day at the Northern Sea in the Netehrlands
HIER und
HIER auch noch und haben reiche Beute gemacht.
Batman painted on a pumpkin, a fun way to embrace autumn

Der Oktober bringt gefälligst weniger Husten und mehr Luft, geballte Kürbisherrlichkeit und ein paar goldene Tage, bunte Blätter und kreative Ideen, gemütliche Abende mit Kerzen und literweise Tee.

Mach es Dir kuschelig!

Liebst,
Sabine

Montag, 2. Oktober 2017

Pumpkin Spice und köstliche Pancakes zum Feiertag

Eigentlich sollte hier heute der Rückblick auf meinen September und Ausblick auf den Oktober stehen – dann aber fiel mir ein, dass es da noch dieses umwerfende kleine Rezept gibt, das ich unbedingt mit Dir teilen mag. Und da das Rezept perfekt in die Jahreszeit passt, schnell gemacht und prima für ein gemütliches Frühstück ist, ziehe ich es eben vor, dann hast Du wenn Du magst gleich morgen am Feiertag etwas davon, denn der Post sollte pünktlich zum Feierabend erscheinen.
delicious Pumpkin Pancakes, just 5 ingrediences and oh-so good (and gluten free, too!)
Es gibt Kürbis-Quark-Pancakes, gewürzt mit Pumpkin Spice, das Du auch für den berühmt, bei mir eher berüchtigten Pumpkin-Spice-Latte benötigst und darüber hinaus extrem vielseitig einsetzbar ist.  Ich habe gleich eine größere Menge zusammengemischt, das geht ganz leicht und Du hast das Gewürz zur Hand, wenn Du sie brauchst. Und da das Zeug so lecker ist, wird es in den kommenden Wochen öfters etwas mit Pumpkin Spice geben.

Pumpkin Spice

4 Teile Zimt
1 Teil Ingwer, gemahlen
1 Teil Piment (bei mir frisch gemörsert)
1 Teil Muskatnuss (frisch gerieben)
¾  Teil Nelken (bei mir frisch gemörsert)

Meine Vorratsmenge hat sich dann konkret zusammengesetzt aus:

12 TL Zimt
3 TL Ingwer, gemahlen
3 TL Piment, frisch gemörsert
3 TL Muskatnuss, frisch gerieben
2 TL Nelken, frisch gemörsert

Einfach alles in einer Schale sehr sorgfältig durchmischen, in ein kleines Glas umfüllen, beschriften, fertig. So einfach kann’s sein!
recipe for 2-minutes Pumpkin Spice, who would have guessed this is so easy to make?
Die frisch zerkleinerten Gewürze haben deutlich mehr Wumms als fertig gemahlen gekaufte. Ich verwende zudem eher hochwertige Bio-Gewürze, die, das ist mir irgendwann einmal aufgefallen, ebenfalls intensiver schmecken, wieso auch immer. Meine Gewürzangaben fallen also dementsprechend aus, würz einfach Deinen Teig nach Deinem Geschmack. Aber das kennst Du ja schon.

Mit diesem Gewürz bewaffnet können wir uns jetzt an die etwas abgewandelten Pancakes machen, die eigentlich eher Kürbis-Quark-Küchlein sind. Das klang aber nicht so gut, daher die Pancakes ;-).
gluten free Pumpkin Pancakes, easy to make and oh-so delicious
Herbstliche Kürbis-Pancakes (glutenfrei, oder auch nicht)

Du brauchst für 12 Stück

150g Hokkaidokürbis, geputzt, mit Schale

275g Magerquark (ich hatte trockenen bayerischen Topfen)
2 TL Pumpkin Spice
1 Ei, Gr. L
50g Mehl (ich hatte Farine von Schär, jede glutenfreie Mehlmischung sollte funktionieren und wenn Du da nicht drauf achten brauchst, nimm Weizenmehl)

Zunächst bereiten wir ein schnelles Kürbispüree zu. Dazu wird das Kürbisstück in kleine Stückchen geschnippelt. Auf einem Suppenteller verteilen, einen knappen EL Wasser dazugeben und abgedeckt in der Mikrowelle bei voller Power etwa 4-5 Minuten garen, je nach Größe Deiner Kürbisstücke. Den gegarten Kürbis entweder pürieren oder, wie ich, mit einer Gabel fein zerdrücken. Ich mag es, wenn in den Pancakes noch klitzekleine Kürbisstückchen sind, daher habe ich die Gabel genommen.

Jetzt geht es fix, das Kürbispüree wird mit den restlichen Zutaten mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrührt und dann bei maximal mittlerer Hitze in einer großen Pfanne esslöffelweise ausgebacken. Dabei brauchen Deine Pancakes von jeder Seite 4-5 Minuten, bis sie gut sind.
Acht unbedingt darauf, dass Deine Pfanne nicht zu heiß wird, sonst hast Du von außen die schönsten Küchlein und innen rohen Teig.

Nach und nach alle Pancakes ausbacken – und das war es auch schon!
easy Pumpkin-Pancakes, a gluten free treat for fall
Für dieses Rezept solltest Du darauf achten, nicht allzu nassen Quark zu erwischen, da die Pancakes sonst verlaufen, bzw. einfach nicht zusammenhalten wollen.
Ist das der Fall, hast Du 2 Möglichkeiten:
a) Der Teig ist schon angerührt – da hilft nur mehr Mehl.
b) Du bemerkst den nassen Quark schon bei der Zubereitung – nimm Dir 15 Minuten extra und lass den Quark in einem Küchensieb, das mit einem dünnen Küchentuch ausgelegt ist, abtropfen, dann einfach weitermachen wie im Rezept.

Ich habe zu den fertigen Küchlein frische Feigen kurz angeschwenkt und etwas Fromage Blanc dazu gegeben, aber Du kannst die Pancakes kombinieren, wie immer Du magst.
gluten free Pumpkin-Pancakes, the perfect idea for lazy Sunday mornings
Da kein Zucker im Teig ist, schmecken die guten Stücke süßlich, aber nicht quietschsüß, ob also Ahornsirup, Früchte, Apfelmus, Schokocreme, oder, wenn Du magst, knuspriger Bacon, zu meinen schnellen Kürbis-Pancakes passt erfreulich viel.

Hab morgen einen schönen Feiertag und das leckerste Frühstück,
liebst,
Sabine