Freitag, 13. Oktober 2017

Freitagsfunde {175}

Ja, letzte Woche gab es keine Freitagsfunde, umso mehr freue ich mich, diese Woche wieder mit Dir teilen zu können, was ich in den letzten Tagen im WWW entdeckt habe.

Zunächst aber das Wichtigste – hattest Du eine schöne Woche? Mit bunten Blättern, etwas Sonnenschein und der Aussicht auf ein Knaller-Wochenende? Ich hoffe es sehr!

Bevor wir jetzt ins die versprochenen Sonnentage starten, kommt nun noch fix meine kleine Linksammlung.

Über eine besonders schöne Variante eines Türkranzes bin ich HIER gestolpert. Ich mag die Idee sehr, besonders die kleinen Lichtpunkte sehen an trüben Herbsttagen sicherlich bezaubernd aus.

Mein Neffe ist großer Fußballfan, dieser selbst gemacht Schreibtisch HIER ist wie für ihn gemacht – vielleicht kennst Du ja auch einen kleinen-großen Fußballverrückten?

Spaghettikürbis mag ich total gerne, diese Variante HIER kommt herrlich leicht daher und bringt trotzdem eine große Ladung Geschmack auf den Teller. I like.

Rebecca hat ein Buch herausgebracht und wenn es nur halb so liebevoll gestaltet ist, wie ihr Blog, dann ist es ein Kracher! HIER gibt sie erste Einblicke und bis Sonntag können Du und ich noch beim Gewinnspiel mitmachen und ein Buch gewinnen.

Einen großartigen Post über Fotografie und wie Du ganz leicht bessere Bilder machen kannst, hat Nadine HIER veröffentlicht. Unbedingt lesen!

Und das war es auch schon wieder.
Dieses Wochenende freue ich mich auf Familienzeit, die leider ohne den Lieblingsmenschen stattfindet, auf einen wilden Kindergeburtstag und verrückte Tantentage, auf warme Sonnenstrahlen und Sommersprossen an Milchkaffee.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober – Übungseifer und Planungsliebe

Es ist wieder soweit, heute ist der 12. und das heißt, ich nehme Dich mit durch meinen schnöden Alltag.

Der Wetterbericht versprach heute mehr, als er dann tatsächlich halten konnte (denn der Nachmittag war sehr sonnenfaul),
immerhin bin ich sehr sonnig in den Tag gestartet.
Und mit Amazon, bzw. deren Kundenservice, denn ich versuche nun schon seit 2 Wochen, eine etwas bequemere Krücke zu bestellen. Also 2 Krücken, sinnvollerweise. Nur, dass nun schon 2x je 1 geliefert wurde...also wieder eine Retoure für morgen...
Ich mag es, wenn schon mein Tee am Morgen Fragen stellt. Also, was hast Du Abenteuerliches gemacht?
Nach dem Frühstück mit schönster Herbstdeko habe ich mich völlig unspektakulär um Haushaltsdinge gekümmert und sehr fleißig mit dem Bein geübt. Tatsächlich SO fleißig, dass ich meine Nachmittagsübungseinheit auch gleich mit absolviert habe und schon vor 14 Uhr ein wichtiges Tagestrainingsziel erreicht habe.
Auf das gute Gefühl gab es erst einmal einen Kaffee und einen Bürgerentscheid, in den ich mich eingelesen habe. Schwierig, wenn beide Seiten vernünftige Argumente bringen, damit muss ich mich noch etwas beschäftigen.
Einen Geistesblitz für den Adventszeit hier auf dem Blog hatte ich auch und habe schon ein bisschen mit einer ersten Planung begonnen
und mich außerdem an erste Weihnachtskartenentwürfe gewagt. In diesem Jahr habe ich den wahnwitzigen Plan, alle unsere 60+ Karten selbst zu gestalten und kalligraphieren, da kann ein bisschen Vorausdenken nicht schaden. Ich bin selbst gespannt, wie viele Karten ich am Ende schaffe!
Meinen Husten bin ich noch immer nicht so richtig los geworden und da es dem Lieblingsmenschen ähnlich geht, sind Hustenbonbons momentan unsere treuen Begeleiter.
Am fortgeschrittenen Nachmittag habe ich ein neues Blogrezept auf die Zielgerade gebracht und geshootet, es gibt demnächst Apfelkücherl, die Du auch gerne Beignets nennen kannst – so lecker!
Dann noch eine Tasse Tee und ein Telefonat mit meiner Mutter,
bevor ich mit einem letzten Blick auf die Sonne, die sich dann doch noch herausgetraut hat, mit dem abendlichen Kochen angefangen habe. Und mit diesem Blogpost, Du merkst es.
Der Lieblingsmensch und ich, wir werden jetzt noch essen und danach vielleicht einen abendlichen Übungsspaziergang machen und das war er dann auch schon wieder, mein 12. in 12 Bildern.
Weitere Alltagseinblicke findest Du bei Caro von Draußen nur Kännchen, ich stöbere später auch noch ein wenig.

Hattest Du einen schönen Tag?

Liebst,
Sabine

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wir kochen zusammen: Kushari, Soulfood deluxe

Das erst Mal habe ich Kushari zusammen mit einer lieben Freundin gegessen, wir waren gerade erst in Kairo gelandet, ein Bekannter holte uns am Flughafen ab und wir fuhren sofort zum Khan al-Khalili, diesem riesigen Markt im Herzen der Stadt. Zwei Tage später sollten die Amerikaner in den Irak einmarschieren und meine Freundin und ich mit 5 quietschbunt gefärbten Küken und den Kadetten einer Militärakademie im Zug nach Alexandria fahren, aber das ist eine andere Geschichte...
Koshary, a delicious dish from Egypt
Wir sind gleich nach der Ankunft im Khan al-Khalili in einer Garküche gelandet, der Boden dick mit Sägespänen ausgelegt, pro Tisch wurde genau ein Löffel gedeckt und durften Kushari zum ersten Mal probieren.
Und waren hin und weg.

Kushari, nach amerikanischer Translation Koshary, ist das ähyptische Soulfood schlechthin und Nahrung für Millionen, gerade arme Ägypter. Die Grundidee ist denkbar einfach: Du kombinierst Kohlenhydrate mit Kohlenhydraten, dazu noch ein paar Kohlenhydrate, etwas Tomatensause und knusprig-braune Zwiebelringe – fertig!
gluten free Koshary, perfect Egyptian soulfood
Die Kombination an Zutaten wirkt auf den ersten Blick seltsam, aber nur, bis Du den ersten Bissen probiert hast. Dann wirst Du diesem ganz eigenen Fastfood verfallen, da bin ich mir sicher!

Bestellst Du Kushari in Ägypten wirst Du einen Mann hinter einem Berg von Töpfen sehen, der in atemberaubender Geschwindigkeit Reis, Linsen, kurze Nudeln, Kichererbsen und Tomatensauce auf Deinen Teller schaufelt und diesen Berg schließlich mit einer großzügigen Portion Zwiebelringen garniert.
Koshary, an Egyptian classic that is oh-so delicious (and easy to make!)
Je nach Rezept – und natürlich hat jeder sein ganz eigenes – kommt noch Knoblauchsauce dazu, da ich die aber 1. nicht so gerne mag und sie 2. nicht Bestandteil meines ersten Kusharis war, habe ich sie weggelassen.

Für die Zubereitung solltest Du ein wenig Zeit und viele Töpfe einplanen, dafür aber sind die einzelnen Komponenten denkbar einfach gemacht.
Wie schön!

Für die Tomatensauce brauchen wir Baharat, eine typische Gewürzmischung. Hier ist meine Version:
ingredients for Egyptian Koshary
Baharat

½ Nelke, frisch gemörsert oder gemahlen
2 TL Pfeffer, frisch gerieben (am besten schwarzer Pfeffer)
1 ½ TL Paprikapulver (mild oder scharf bleibt Dir überlassen, ich wähle mild)
1 ½ TL Koriander, frisch gemörsert oder gemahlen
2 TL Kreuzkümmel, frisch gemörsert oder gemahlen
½ TL Zimt
¼ TL Muskat, frisch gerieben
5 Kardamomkapseln, die Kerne frisch gemörsert (oder ¼ TL gemahlener Kardamom)

Die Gewürze werden sorgfältig vermischt und bleiben dann bis Du sie brauchst in einem gut verschlossenen Glas, das am besten dunkel ist.

Jetzt machen wir uns aber ans

Kushari (glutenfrei, oder auch nicht)

Du brauchst für 2 Personen

75g Berglinsen
1 kleine Knoblauchzehe
1 kleines Lorbeerblatt
¼ TL Kreuzkümmel

½ Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 TL Baharat (s.o.)
1 Dose Tomaten, stückig
1 TL Chiliessig (alternativ ¼ TL Chiliflocken und 1 TL weißer Balsamico)
Salz
Pfeffer

100g Langkornreis

1 große Zwiebel

50g kurze Nudeln (ich hatte Tortiglioni und habe sie gekocht zerkleinert)

50-75g Kichererbsen (aus dem Glas)

Ja, die Liste liest sich lang, aber das geht alles ganz einfach, versprochen.

Zunächst werden die Linsen abgewaschen und dann mit der doppelten Menge Wasser, einer halbierten Knoblauchzehe, dem Lorbeerblatt und Kreuzkümmel aufgekocht. Bei mittlerer Hitze in etwa 30 Minuten gar kochen, bei Bedarf überflüssiges Wasser abgießen, Knoblauch und Lorbeerblatt entfernen.

TIPP: Ich nehme zum Abmessen für Linsen, Reis & Co. Espressotassen. Auf eine Tasse Linsen/Reis etc. kommen 2 Tassen Wasser. Für dieses Rezept habe ich ¾ Espressotasse Linsen abgemessen, dementsprechend 1 ½ Tassen Wasser verwendet.

Kümmern wir uns um die Tomatensauce.
Dazu wird ½ Zwiebel in Würfel geschnitten und in wenig Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig angebraten. Eine halbierte Knoblauchzehe wird für 2 Minuten mit gebraten, dann kommt das Baharat dazu und wird für 1-2 Minuten angebraten, bis Deine Küche anfängt, himmlisch zu duften.
Die stückigen Tomaten kommen dazu, dann kommt der Essig zum Einsatz. Die Sauce soll eine scharfe und eine dezent säuerliche Note bekommen, daher habe ich gleich Chiliessig verwendet. Hast Du so etwas nicht im Haus, kein Problem, Du kannst problemlos auch einfach Chiliflocken und weißen Balsamico (oder Weißweinessig) verwenden.
So oder so, die Tomatensauce sollte nun 15-20 Minuten einkochen und wird zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und der Knoblauch wird herausgefischt.

Kommen wir zum Reis... In einem kleinen Topf wird er in wenig Olivenöl 1-2 Minuten angebraten, dann mit der doppelten Menge Wasser abgelöscht. Ohne umzurühren lässt Du das Wasser verkochen, drehst die Herdplatte aus, deckst den Topf ab und lässt den Reis in 10-15 Minuten gar quellen.

Für die Nudeln werden klassischerweise kurze, gebrochene Makkaroni verwendet, die es aber in einer glutenfreien Version nicht gibt. Ich habe Tortiglioni verwendet, die ich nach dem Kochen einfach halbiert habe, eine vielleicht überflüssige Mehrarbeit, aber ich wollte dem Kushari-Original so nah wie möglich kommen.

Fehlt nur noch eine Zutat, die Arbeit macht.
Eine große Zwiebel wird geputzt und dann in feine Ringe geschnitten. In ordentlich Olivenöl werden die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze knusprig-braun gebraten. Vor dem Servieren auf Küchenkrepp abtropfen lassen, dann wird’s nicht so fettig.

Die vorgegarten Kichererbsen werden einfach abgespült und dürfen abtropfen, bis es ans Essen geht.

Puh, das war ein Ritt, aber jetzt haben wir’s.

Reis, Linsen und Nudeln bilden die Basis Deines Kushari-Tellers, darauf kommen die Kichererbsen und Tomatensauce, gekrönt wird alles von den Zwiebelringen – und fertig bist Du!
gluten free version of Egyptian Koshary
Die verschiedenen Konsistenzen von Reis, Linsen, Nudeln und Kichererbsen harmonieren überraschend gut, die Tomatensauce verbindet alles und die knusprigen Zwiebeln sorgen für einen schönen Crunch und bringen noch mehr Würze in jeden Bissen. Hach!

Kushari kannst Du für Dich allein oder aber eine ganze Meute zubereiten, einfach die Mengen der einzelnen Komponenten erhöhen oder verringern. Apropos Komponenten...egal, wo Du in Ägypten Kushari isst, es wird immer ein wenig anders schmecken und in den Proportionen der einzelnen Zutaten schwanken. Mir persönlich schmeckt Kushari wie angegeben am besten, aber das kann ja bei Dir ganz anders aussehen. Du liebst Kichererbsen, bist aber kein Fan von Linsen? Nimm mehr von der einen Zutat und weniger von der anderen. Spiel mit den Komponenten, bis Du Dein perfektes Kushari beisammen hast!
gluten free Koshary, one of the best Middle Eastern dishes!
Weil dieses Rezept nicht ohne Reis auskommt, heute der 10. ist und Ina ab heute nach Rice, Rice, Baby fragt, ist Kushari mein diesmonatiger Beitrag für #letscooktogether.

Welches Gericht wärmt Deine Seele an grauen Herbsttagen?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Goodbye & Hello – September & Oktober

Der Oktober ist nun auch schon wieder 5 Tage alt, aber mein September war dann doch zu schön, um nicht noch einmal mit Dir zurück zu blicken.
Wenn Du magst, schnapp Dir eine Tasse Tee oder einen Kaffee und komm mit mir mit in meinen September...

Im Leben 1.0 waren der Lieblingsmensch und ich im Urlaub, der zwar fürchterlich verregnet und für meinen Geschmack entschieden zu kalt, aber trotzdem sehr erholsam war – von der dicken Erkältung, die wir beide hatten, einmal ganz abgesehen. So waren wir zum Augustende zu einer wichtigen Einschulung kurz im Rheinland, dann zum Monatsstart in Noordholland an der See und zum Septemberende in Wien. Perfekt für meine Reiselust, aber leider immer noch sehr anstrengend für mich, so dass ich es im Oktober ruhiger angehen lasse.

Auf dem Blog war es auch ein wenig stiller, was gar nicht mal am Urlaub, sondern hauptsächlich am Kranksein lag.
Trotzdem habe ich zwei köstliche Rezepte mit Dir geteilt, es gab vegetarische Frikadellen HIER
gluten free, vegan 'Meat' Balls, easy to make and oh-so good!
und himmlische Rote-Bete-Pierogi HIER, die ich Dir sehr empfehlen kann.
gluten free Pierogi, filled with Red Beet - for those days that call for soul food
Im Oktober kommen dann mehr Rezepte, versprochen.

Am 12. habe ich Dich HIER mit durch meinen Urlaubsabreisetag genommen
Collage von Bildern, die am 12. jedes Monats den Tag dokumentieren, Teil 1
und es gab zur Schlechtwetterentschädigung noch etwas blauen Himmel und Nordseefrische.
Collage von Bildern, die am 12. jedes Monats den Tag dokumentieren, Teil 2

Freitags sind wir auf der Suche nach schönsten Funden durchs WWW gestreift
stormy day at the Northern Sea in the Netehrlands
HIER und
HIER auch noch und haben reiche Beute gemacht.
Batman painted on a pumpkin, a fun way to embrace autumn

Der Oktober bringt gefälligst weniger Husten und mehr Luft, geballte Kürbisherrlichkeit und ein paar goldene Tage, bunte Blätter und kreative Ideen, gemütliche Abende mit Kerzen und literweise Tee.

Mach es Dir kuschelig!

Liebst,
Sabine

Montag, 2. Oktober 2017

Pumpkin Spice und köstliche Pancakes zum Feiertag

Eigentlich sollte hier heute der Rückblick auf meinen September und Ausblick auf den Oktober stehen – dann aber fiel mir ein, dass es da noch dieses umwerfende kleine Rezept gibt, das ich unbedingt mit Dir teilen mag. Und da das Rezept perfekt in die Jahreszeit passt, schnell gemacht und prima für ein gemütliches Frühstück ist, ziehe ich es eben vor, dann hast Du wenn Du magst gleich morgen am Feiertag etwas davon, denn der Post sollte pünktlich zum Feierabend erscheinen.
delicious Pumpkin Pancakes, just 5 ingrediences and oh-so good (and gluten free, too!)
Es gibt Kürbis-Quark-Pancakes, gewürzt mit Pumpkin Spice, das Du auch für den berühmt, bei mir eher berüchtigten Pumpkin-Spice-Latte benötigst und darüber hinaus extrem vielseitig einsetzbar ist.  Ich habe gleich eine größere Menge zusammengemischt, das geht ganz leicht und Du hast das Gewürz zur Hand, wenn Du sie brauchst. Und da das Zeug so lecker ist, wird es in den kommenden Wochen öfters etwas mit Pumpkin Spice geben.

Pumpkin Spice

4 Teile Zimt
1 Teil Ingwer, gemahlen
1 Teil Piment (bei mir frisch gemörsert)
1 Teil Muskatnuss (frisch gerieben)
¾  Teil Nelken (bei mir frisch gemörsert)

Meine Vorratsmenge hat sich dann konkret zusammengesetzt aus:

12 TL Zimt
3 TL Ingwer, gemahlen
3 TL Piment, frisch gemörsert
3 TL Muskatnuss, frisch gerieben
2 TL Nelken, frisch gemörsert

Einfach alles in einer Schale sehr sorgfältig durchmischen, in ein kleines Glas umfüllen, beschriften, fertig. So einfach kann’s sein!
recipe for 2-minutes Pumpkin Spice, who would have guessed this is so easy to make?
Die frisch zerkleinerten Gewürze haben deutlich mehr Wumms als fertig gemahlen gekaufte. Ich verwende zudem eher hochwertige Bio-Gewürze, die, das ist mir irgendwann einmal aufgefallen, ebenfalls intensiver schmecken, wieso auch immer. Meine Gewürzangaben fallen also dementsprechend aus, würz einfach Deinen Teig nach Deinem Geschmack. Aber das kennst Du ja schon.

Mit diesem Gewürz bewaffnet können wir uns jetzt an die etwas abgewandelten Pancakes machen, die eigentlich eher Kürbis-Quark-Küchlein sind. Das klang aber nicht so gut, daher die Pancakes ;-).
gluten free Pumpkin Pancakes, easy to make and oh-so delicious
Herbstliche Kürbis-Pancakes (glutenfrei, oder auch nicht)

Du brauchst für 12 Stück

150g Hokkaidokürbis, geputzt, mit Schale

275g Magerquark (ich hatte trockenen bayerischen Topfen)
2 TL Pumpkin Spice
1 Ei, Gr. L
50g Mehl (ich hatte Farine von Schär, jede glutenfreie Mehlmischung sollte funktionieren und wenn Du da nicht drauf achten brauchst, nimm Weizenmehl)

Zunächst bereiten wir ein schnelles Kürbispüree zu. Dazu wird das Kürbisstück in kleine Stückchen geschnippelt. Auf einem Suppenteller verteilen, einen knappen EL Wasser dazugeben und abgedeckt in der Mikrowelle bei voller Power etwa 4-5 Minuten garen, je nach Größe Deiner Kürbisstücke. Den gegarten Kürbis entweder pürieren oder, wie ich, mit einer Gabel fein zerdrücken. Ich mag es, wenn in den Pancakes noch klitzekleine Kürbisstückchen sind, daher habe ich die Gabel genommen.

Jetzt geht es fix, das Kürbispüree wird mit den restlichen Zutaten mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrührt und dann bei maximal mittlerer Hitze in einer großen Pfanne esslöffelweise ausgebacken. Dabei brauchen Deine Pancakes von jeder Seite 4-5 Minuten, bis sie gut sind.
Acht unbedingt darauf, dass Deine Pfanne nicht zu heiß wird, sonst hast Du von außen die schönsten Küchlein und innen rohen Teig.

Nach und nach alle Pancakes ausbacken – und das war es auch schon!
easy Pumpkin-Pancakes, a gluten free treat for fall
Für dieses Rezept solltest Du darauf achten, nicht allzu nassen Quark zu erwischen, da die Pancakes sonst verlaufen, bzw. einfach nicht zusammenhalten wollen.
Ist das der Fall, hast Du 2 Möglichkeiten:
a) Der Teig ist schon angerührt – da hilft nur mehr Mehl.
b) Du bemerkst den nassen Quark schon bei der Zubereitung – nimm Dir 15 Minuten extra und lass den Quark in einem Küchensieb, das mit einem dünnen Küchentuch ausgelegt ist, abtropfen, dann einfach weitermachen wie im Rezept.

Ich habe zu den fertigen Küchlein frische Feigen kurz angeschwenkt und etwas Fromage Blanc dazu gegeben, aber Du kannst die Pancakes kombinieren, wie immer Du magst.
gluten free Pumpkin-Pancakes, the perfect idea for lazy Sunday mornings
Da kein Zucker im Teig ist, schmecken die guten Stücke süßlich, aber nicht quietschsüß, ob also Ahornsirup, Früchte, Apfelmus, Schokocreme, oder, wenn Du magst, knuspriger Bacon, zu meinen schnellen Kürbis-Pancakes passt erfreulich viel.

Hab morgen einen schönen Feiertag und das leckerste Frühstück,
liebst,
Sabine

Freitag, 29. September 2017

Freitagsfunde {174}

Hattest Du eine schöne erste Herbstwoche? Mit fallenden Blättern, Frühnebel und ein bisschen Sonnenschein?
Ich hoffe es doch!

Bevor wir uns nun aufmachen ins Wochenende habe ich sie noch für Dich, die Freitagsfunde, meine persönliche kleine Sammlung an allem möglichen, über das ich im großen, weiten WWW gestolpert bin.Und soviel kann ich schon sagen, diese Woche ist es eine sehr (!) wilde Mischung geworden...

Wollen wir?
Lake Starnberg, Bavaria
Diesen Artikel HIER mit einem großartig-anderen Blick auf die Wies’n hat der Lieblingsmensch entdeckt und ich musste beim Lesen sehr schmunzeln, kommen mir doch häufig genug schon die Angehörigen dieses lustigen Bergvölkchens hier exotisch vor ;-)...

Remoulade habe ich genau nie im Haus und bin auch nicht ihr allergrößter Fan, diese dänische Variante aber mit Blumen- und Weißkohl liest sich zu spannend, um sie nicht doch mal auszuprobieren. HIER geht’s zum Rezept.

Sissy-Boy ist eine niederländische Ladenkette, die Zauberhaftes bietet. Der Lieblingsmensch stöhnt, wenn ich vor einem Geschäft stehe, ich stöhne, wenn ich wieder raus muss. Wie gut, dass es HIER einen Onlineshop gibt, der ganz problemlos nach Deutschland verschickt, noch besser, wenn dieser Shop auf (fast) alles 20% Rabatt bietet und zwar noch bis Sonntag.
(Nein, da gibt es kein Sponsoring, das ist einfach ein Servicehinweis – gern gescheh’n ;-)!)

Ziemlich fassungslos hat mich, wie auch etwa 87% der Wähler, der Sonntagabend gemacht. Kluge Worte hat dazu Nele HIER gefunden.

Ein besonderes Rezept für Brownies wurde vor 2 Jahren in der New York Times veröffentlicht und mit einem äußerst denkwürdigen Kommentar versehen. Die Geschichte dazu findest Du HIER.

Und das war es schon wieder für diese Woche.

Am Wochenende freue ich mich auf viel Zeit mit dem Lieblingsmenschen, auf Besuche und gute Gespräche, auf ausprobierte Rezepte und ruhige Badewannenbesuche, leckeren Wein und vielleicht noch einmal eine große Portion Pierogi - die waren aber auch zu gut.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 28. September 2017

Gemüse-Expedition #9: Rote Bete

Für die #gemüseexpedition von Clara waren im September Rote Bete gefragt, genauer gesagt ein Rezept mit Roter Bete. Nichts leichter als das, denn ich liebe die roten Knollen und habe hier auf dem Blog auch schon einige Ideen dazu gezeigt, vom Rote Bete Risotto, Rote Bete Eis über einen Winterslaw, der auch schon so langsam wieder Saison hat, bis zu einem besonderen Liebling, der Rote-Bete-Quiche mit Gorgonzola (schlimme Bilder, tolles Rezept), die es bei uns immer noch regelmäßig gibt, so lecker ist sie. Um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Zu Roter Bete fielen mir ganz spontan Gnocchi ein, die ich Dir sowieso schon länger in einer glutenfreien Variante zeigen wollte, oder aber Rote-Bete-Knödel. Nun, Beides muss warten, denn entschieden habe ich mich letztlich für ein schon ewig im Versuchsstadium schlummerndes Rezept - Pierogi.
Ob unter diesem Namen, als Vareniki oder auch einfach als Maultäschle bekannt, der Mensch scheint nur allzu gerne Leckeres in einen Teigmantel zu wickeln. Ich bilde da überhaupt keine Ausnahme und so habe ich mein erst zur Hälfte entwickeltes Rezept für glutenfreie Pierogi wieder hervorgekramt und mich in der Experimentierküche eingeschlossen.
Heraus kamen herrlich einfache und großartig leckere Pierogi, ganz ohne Gluten, mit einer entspannt kurzen Zutatenliste und gefüllt mit, wie könnte es anders sein, Roter Bete, die es sich gemeinsam mit etwas Feta, Zitrone und Thymian in den dünnen Teigtäschchen gemütlich gemacht hat.
Himmlisch!

Rote Bete Pierogi (glutenfrei)

Du brauchst für etwa 25 Stück

Pierogi
160g helles Reismehl
75g Maisstärke
1,5g Guarkernmehl (das ist etwa 1 TL)
150g saure Sahne (klappt auch mit Fromage Blanc)
45g Schmand
½ TL Salz

Füllung
200g Rote Bete, frisch oder vakuumiert
1 kleine Zwiebel
45g Feta
Abrieb von ¼ Zitrone
Salz
Pfeffer
½ TL frischer Thymian, fein gehackt

Zunächst kümmern wir uns um den Teig, was erfreulich schnell geht. Die trockenen Zutaten werden sorgfältig vermischt, vor allem, um das Guarkernmehl gleichmäßig zu verteilen. Mit der Sauren Sahne und dem Schmand zu einem glatten Teig verkneten und diesen anschließend abgedeckt im Kühlschrank mindestens 45 Minuten ruhen lassen.

In dieser Wartezeit geht es an die Füllung.
Hast Du frische Rote Bete wird die nur kurz abgewaschen und dann im Ganzen gar gekocht. Ich habe das im Dampfgarer erledigt, da ich eine recht große Knolle hatte, hat das auch fast 1 Stunde gedauert.

Ist die Rote Bete gar, wird sie geschält und dann mit den anderen Zutaten püriert. Mit den Gewürzen abschmecken, fertig.

Der Teig wird auf einer leicht bemehlten Unterlage etwa 2-3mm dünn ausgerollt (nicht dünner, da er sonst beim Formen bricht) und mit einem Glas rund ausgestochen.
Etwas von der Füllung in die Mitte setzen, so dass ein recht breiter Rand stehen bleibt. Bei mir war gut ½ TL Füllung die ideale Menge, aber das hängt natürlich von der Größe Deiner Teigkreise ab.
Die Ränder mit wenig Wasser bestreichen und die Pierogi vorsichtig schließen. Den Teig solltest Du eher sanft behandeln, also besser mit den Fingern zudrücken, anstatt eine Gabel dafür zu verwenden, da die Masse sonst reißen kann.

Die Pierogi werden am besten portionsweise in simmerndem, nicht kochenden Wasser in 3 bis 5 Minuten fertig gegart. Da die kleinen Teigtaschen leicht aneinander kleben bleiben, ist es klug, nicht allzu viele Pierogi gleichzeitig im Topf zu haben. Vorsichtig solltest Du auch beim Herausheben der fertig gekochten Täschchen sein, da die Spitzen der Pierogi bei diesem Arbeitsschritt leicht abbrechen können.

Für eine knusprige Außenseite habe ich die fertig gekochten Pierogi in wenig Butterschmalz goldig gebraten, diesen Schritt kannst Du aber auch überspringen.

Und das war es schon.
Da treffen knusprig-buttriger Teig und eine zitronig-frische Füllung aufeinander, die nicht nur durch ihre Farbe besticht, sondern einfach nur köstlich ist – Rote Bete at their best, sozusagen.

Ob für 2 als Hauptspeise, als Nebendarsteller auf dem Teller, Suppeneinlage oder Snack, Pierogi sind köstlich und lassen sich auch prima auf Vorrat herstellen.
Klassischerweise werden die guten Stücke mit Saurer Sahne serviert, wie üblich aber kannst Du das alles halten, wie Du magst.

Da der Teig an sich recht neutral ist, kannst Du die Füllungen wild variieren. Ob die Klassiker wie Kartoffeln, Pilze, Sauerkraut oder Käse, ob herbstliche Varianten mit Kürbis oder Süßkartoffeln oder aber auch süße Füllungen mit Kirschen, Beeren oder Schokocreme, Pierogi sind immer Klasse (und eigenen sich auch für eine gemütliche Küchenparty, ich wollte es nur erwähnt haben ;-) )!

Ich persönlich liebe die Kombination aus knusprig gebratenem Teig und sanfter Füllung, so dass ich meine Pierogi immer nach dem Kochen anbrate. Einzig bei der Verwendung als Suppeneinlage überspringe ich diesen Arbeitsschritt, der natürlich von den persönlichen Vorlieben abhängt.
Ein Wort noch zum Teig... Klassischerweise findet sich im Teig für Pierogi keine Saure Sahne, glutenfrei läuft es halt immer etwas anders, da viel Feuchtigkeit im Teig gebunden werden muss. Die Saure Sahne hier in Deutschland hat immer 10% Fettanteil, lebst Du in Österreich kannst Du auch Saure Sahne mit 15% Fettanteil finden – die ich durch die Zugabe von Schmand nachbaue. Wie schon im Rezept erwähnt war ich aber auch schon sehr erfolgreich in einer Variante, in der ich die Sahne durch Fromage Blanc (mit nur 3% Fett) ersetzt habe, Du kannst also ruhig etwas experimentieren.
Der Teig ist auch Dank des Guarkernmehles nicht sehr klebrig und lässt sich schön verarbeiten, wird aber nach jedem Ausrollen deutlich schwieriger in der Handhabung.
Statt Kreise auszustechen und den Teig also wieder und wieder auszurollen könntest Du auch ein riesiges Rechteck ausrollen, mit dem Teigrad Quadrate schneiden und diese zu Dreiecken formen – das geht schneller, sieht auch hübsch aus und erleichtert Dir die Arbeit.
Wenn Du Pierogi auf Vorrat herstellen magst, kannst Du die fertig gefüllten Teigtaschen einfrieren.

Danke, liebe Clara für die Inspiration zum Rezept, das endlich eine Lücke in meiner Rezeptesammlung schließt – Pierogi gibt es jetzt öfter.

Was machst Du aus Roter Bete?

Liebst,
Sabine